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Nahe Zeitung vom Mittwoch, 14. Juni 2017

Ein Hochgenuss für alle Zuhörer Konzert Leiseler Sänger und mehrere Gastchöre zeigten ihr großes Können

Schon der humorvolle Auftakt kam am Samstagabend beim Publikum in der voll besetzten Vereinshalle hervorragend an. Mit dem Stück „Schalt aus dein Handy“, das mit Kurzansagen und Klingeltönen untermalt war, eröffneten die Lokalmatadoren vom MGV Gemischter Chor Leisel unter der Leitung von Elena Fillmann einen überaus gelungenen Konzertabend mit mehreren hochkarätigen musikalischen Gästen.

155 Jahre besteht der Leiseler Verein inzwischen schon, wie die Vorsitzende Carmen Hartenberger in ihrer Begrüßung betonte. Sie erinnerte auch daran, dass es 2007 gar nicht mehr rosig für den Chor mit damals nur noch 20 aktiven Sängern aussah. Durch umfangreiche Werbekampagnen gelang aber die Trendwende, und die Leiseler Sängerschar erhielt wieder Zuwachs. Mit den Stücken „Wochenend voll guter Laune“ und „Warum sing ich eigentlich im Chor?“ setzte der gastgebende Verein seinen ersten Auftritt fort, bevor Moderatorin Sandra Sohns den MGV Harmonie Osburg unter der Leitung von Thomas Siessegger auf die Bühne bat. Mit dem zum Nachdenken anregendem Stück „Nächtliches Ständchen“ sowie dem kernig vorgetragenem Lied „Märzenacht“ zeigten sie dem Publikum, was ein Männerchor so alles draufhat.

Danach war der Gesangverein Ober Kostenz unter der Federführung von Irene Kreter an der Reihe. Ihr erstes Stück, „Der Hahn von Onkel Giacometo“, brachte die Zuhörer zum Lachen, da einer der Männer des Chores das Gekrächze eines Gockels imitierte. Auch „Über den Wolken“ von Reinhard Mey brachten die Sänger zu Gehör.

Dann war der Gemischte Chor Newel unter der Leitung von Adrian Nuca an der Reihe. Er überzeugte mit dem sehr schön gesungenen und von einer Gitarre begleiteten Stück „Applaus“ und dem Lied „La Cucaracha“. Es folgte als einer der Höhepunkte der Auftritt des Meisterchors, dem Gemischten Chor Fohren-Linden, der von den Zuhörern schon mit viel Spannung erwartet worden war. Die rund 40 Sänger unter der Leitung von Gerd Sackenheim boten die Lieder „Die Gedanken sind frei“, „Drei Gäns im Haberstroh“ sowie „Mädchen, mach's Fenster auf“ dar und wurden nach einem wahrlich meisterhaften ersten Auftritt mit tosendem Applaus verabschiedet.

Mit den Stücken „Wochenend und Sonnenschein“ sowie „Wein erfreut des Menschen Herz“ schickte anschließend das gut eingespielte Quartett Sine Nomine unter der Leitung von Bernd Loch die Konzertbesucher in die Pause.

Nach deren Ende stand wieder der Osburger Chor auf der Bühne. Das mit viel Gefühl vorgetragene Stück „Über sieben Brücken musst du gehen“, vor allem aber „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen, bei dem das Publikum begeistert im Takt mitklatschte, waren ein Hochgenuss für die Hörer. Als Zugabe präsentierten sie noch „Barbara Ann“ von den Beach Boys. Der Gesangverein Ober Kostenz bot danach unter anderem das Stück „Ein Likörchen für den Chor“ dar, und die Neweler Sänger hatten bei ihrem zweiten Auftritt auch das in ihrem Platt gesungene Lied „Weit, weit weg“ im Gepäck.

Anschließend hieß es wieder „Bühne frei!“ für den Meisterchor Fohren-Linden. Mit dem traurigen Lied „Amoi seg ma uns wieder“ und dem Stück „Shenandoah“, in welchem man so richtig die Sehnsucht nach diesem Fluss in Virginia verspürte, sowie der Zugabe „Höre mein Gebet“ erntete der Chor minutenlangen Beifall. Das Quartett Sine Nomine brachte danach als letzter Gastchor unter anderem das Stück „Solang man nüchtern ist“ zu Gehör, bevor der gastgebende Chor aus Leisel den stimmungsvollen Konzertabend mit den Liedern „You Raise me up“, „Bring him Home“ und der vom Publikum geforderten Zugabe, „Gute Nacht, Freunde“, beendete.

Nahe Zeitung vom Mittwoch, 14. Juni 2017